🌸 #Hochsensibilität 🌸
Gestern gab es eine Situation, in welcher ich meiner und Minas Hochsensibilität wieder extrem bewusst wurde. Meine Eltern waren zu Besuch. Sie sind am Vormittag angekommen. Mina war super aufgeregt und wollte natürlich alles andere als Mittagsschlaf machen.
Ich hatte einen Kuchen gebacken und so entschieden wir uns dafür, anstatt des Mittagessens lieber Kaffee zu trinken. Es lief auch alles soweit gut. Ja, Mina war sehr aufgedreht, aber sie ließ sich trotzdem gut händeln.
Doch dann kamen die Gespräche am Tisch ins Rollen. Mein Herzmann und meine Eltern sprachen über etwas sehr leidenschaftlich und die Lautstärke ging dabei nach oben.
Ich habe über die Jahre hinweg gelernt, damit umzugehen. Ich schalte dann einfach ab, schaue aus dem Fenster oder schotte mich anders ab, um nicht von den reizen überflutet zu werden. Doch Mina kann das mit ihren 15 Monaten nicht. Noch dazu war sie übermüdet und aufgedreht.
Also wurde auch sie immer lauter, begann in ihrem Hochstuhl herum zu toben und zappelte wie verrückt. Ich versuchte sie zu beruhigen, doch als mir das nicht gelang, stand ich auf, nahm sie hoch und sagte: „Also das wird uns jetzt zu laut, ich werde mit Mina jetzt mal hier raus gehen.“
Zack, waren alle Blicke auf uns gerichtet. Und schwupp, rutschte mir wieder das Herz in die Hose und ich hatte das Gefühl, wieder mal unbequem für andere zu sein bzw. „nicht richtig“ zu sein. Doch mein Herzmann und meine Eltern standen ohne Murren auf und machten uns Platz.
Im Nachhinein war ich sehr stolz auf mich! Anstatt mit zurückzuziehen und alles über mich ergehen zu lassen, bin ich mit Mina aufgestanden und habe mich für unser Bedürfnis nach mehr #Ruhe stark gemacht. Mina hat mir dazu verholfen, mutig zu sein. Und genau das ist es, was sie in ihrem jetzigen Alter braucht. Das Eingehen auf ihre #Bedürfnisse. Und somit gelingt es auch mir immer besser, mit meinen Bedürfnissen und meiner eigenen Hochsensibilität umzugehen.
