Gestern Vormittag waren wir wieder einmal spazieren und auf dem #Spielplatz. Nachdem Mina sich eine Weile dort vergnügt hatte, wollten wir uns auf den Nachhauseweg machen. Wie so oft nahm ich Mina hoch und wollte sie in den Buggy setzen, doch sie wehrte sich dagegen.
Da ich sie nicht in den #Kinderwagen zwinge, behielt ich sie auf dem Arm und ging so mit ihr ein Stück. Zum Glück ist es nicht so weit bis nach Hause. Doch mit ihren 11 Kilo merke ich es dann schon nach einer Weile im Rücken. Um sie vielleicht doch noch in den #Buggy zu bekommen, versuchte ich sie abzulenken, indem ich ihr meinen Schlüssel gab. Doch wieder überstreckte sie sich und begann mit #Weinen.
Ich setzte mich dann gemeinsam mit ihr auf einen Baumstumpf und versucht ihr zu erklären, dass ich sie gern in den Kinderwagen setzen möchte, weil wir dann viel schneller zu Hause sind und sie mir langsam auch zu schwer wird. Als ich sie dann wieder versuchte, in den Buggy zu setzen, klammerte sie sich ganz fest an mich und weinte herzzerreißend. Mittlerweile war sie auch sehr müde geworden.
Nun hatte ich zwei Möglichkeiten: Sie entweder weiterhin nach Hause tragen oder sie mit #Gewalt in den Kinderwagen bringen und somit ihr #Bedürfnis nach Nähe ignorieren. Denn sie schrie und klammerte sich nicht an mir fest, um mich zu ärgern, sondern sie war müde und brauchte meine Nähe. Und diese konnte sie von mir im Kinderwagen nicht bekommen.
Also nahm ich sie liebevoll auf meinen Arm, gab ihr einen #Kuss und sagte ihr, dass ich sie noch ein Stückchen tragen werde. Langsam beruhigte Mina sich wieder und auch ich wurde dadurch wieder entspannter. Letztendlich trug ich sie 2/3 des Weges und dann übernahm der Herzmann. So kamen wir alle Drei ohne weitere #Tränen zu Hause an.
Jedes Mal, wenn sie nicht in den Buggy will, stehe ich vor einer Wahl. Ich kann entweder ihren „Willen“ brechen, meine #Macht ausnutzen und das Bedürfnis dahinter ignorieren. Oder ich schaue, was dahinter steht und wie ich dafür sorgen kann, dass es ihr gut geht. Es ist nicht immer leicht in diesen Momenten und es ist auch nicht in jeder Situation möglich, mich immer nach ihren Bedürfnissen zu richten. Doch soweit ich kann, komme ich dem nach. Denn mit 15 Monaten lebt sie zu 100% im Hier und Jetzt. Sie versteht nicht, wenn ich sage, dass wir in 10 min zu Hause sind und wir dann kuscheln können. Sie braucht meine Nähe genau dann in diesem Moment.

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